
Mit Beginn des Sommersemesters 2010 ist das vormalige „Institut Seefahrt Leer“ nunmehr eigenständiger Fachbereich der Fachhochschule Emden/Leer. Die offizielle Eröffnungsfeier fand heute (3. März) und sehr großer Beteiligung aus Wirtschaft, Politik und Hochschule (rund 200 Besucher) im Maritimen Kompetenzzentrum in der Bergmannstr. 36 in Leer statt.
Der Fachbereich Seefahrt ist hervorgegangen aus der ehemaligen Seefahrtschule Leer und bildet seit 155 Jahren Kapitäne und nautische Schiffsoffiziere aus. Er ist die einzige ostfriesisch-emsländische Ausbildungsstätte für Führungskräfte in der kommerziellen Seeschifffahrt. An der Spitze des Fachbereichs stehen Prof. Dr. Klaus Heilmann als Dekan und Prof. Dr. Jürgen Göken als Prodekan.
Zur Eröffnung sprachen
- Prof. Dr. Dorothea Hegele, Präsidentin der Fachhochschule Emden/Leer
- Ministerialdirigent Carsten Mühlenmeier, Abteilungsleiter Hochschulen im Nie-dersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur
- Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer,
- Prof. Kapt. Roelf Briese, Geschäftsführer Reedergemeinschaft Ems-Achse GmbH & Co. KG
- Dr. Thomas Helmke, Erster Stadtrat der Stadt Leer
Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung bestand die ausführlich und gerne genutzte Möglichkeit zur Besichtgung des
- Schiffsführungssimulators (5 Schiffsbrücken, die größte davon mit 270-Grad-Sichtsystem; Offshore-Dynamic-Positioning-Simulator; Liquid Cargo-Simulator; Maschinenraumsimulator)
sowie des
- Manöverbeckens (innovatives optisches Messsystem zur berührungslosen Vermessung von Schiffsbewegungen)
Neben dem bereits etablierten Studiengang „Nautik“ wird der Fachbereich Seefahrt Leer voraussichtlich ab WS 2010/11 den neuen Studiengang „Schiffs- und Reederei-management“ anbieten. Dieses in Deutschland einmalige Studienfach soll speziell für die technisch-operationelle Organisation und Realisation von Prozessen „rund um das Schiff" qualifizieren. Damit verfügen die Studierenden über eine fundierte und breit angelegte Basis und können sich gleichzeitig individuell auf den angestrebten Einsatzbereich in der maritimen Wirtschaft wie etwa Reedereien, maritimen Transportbetrieben, Werften, Zulieferern oder Klassifikationsgesellschaften spezialisieren. Selbstverständlich eröffnet die Ausbildung auch Einsatzmöglichkeiten in der sich dynamisch entwickelnden Meeres- und Umwelttechnik.